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Elektroenzephalogramm
(EEG)
Die
Elektroenzephalographie ist eine Methode zur Messung
elektrischer Gehirnströme, in der die
Spannungsschwankungen, d. h. die elektrische Aktivität
des Gehirns abgeleitet wird.
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Funktionsweise: |
Mit Hilfe von 20 auf
die Kopfhaut aufgesetzten Metallplättchen (Elektroden),
entweder einzeln oder bereits in einer Haube fixiert,
werden die Spannungsunterschiede (Potentialschwankungen)
zwischen den einzelnen Elektroden und damit verteilt
über die Gehirnoberfläche gemessen.
Mittels
entsprechender technischer Verfahren wie Verstärker und
Filter können so Hirnstromwellen aufgezeichnet werden,
die man nach ihrer Frequenz (Messung in Hertz = Hz),
ihrer Lokalisation, ihres Ausschlags (Amplitude) und der
Symmetrie einteilt.
Es handelt sich somit
um ein Verfahren, bei dem keinerlei elektrische
Aktivität in das Gehirn gesendet wird, sondern lediglich
diese im Gehirn selbst entstandene Aktivität
aufgezeichnet wird, ungefähr vergleichbar dem EKG
(Elektrokardiogramm) am Herzen.
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Anwendung: |
Mit dem EEG können
zum einen krankhafte Veränderungen der elektrischen
Hirnaktivität erfasst werden wie Befunde bei
Krampfanfällen oder erhöhter Anfallsneigung sowie auch
Störungen, die beispielsweise durch Schlafentzug,
Medikamentenwirkung, Alkoholwirkung entstanden sind.
Zusätzlich können
Stoffwechselstörungen des Gehirns, auch
Ernährungsstörungen sowie Hinweise für
Durchblutungsstörungen oder Entzündungen gewonnen
werden. Hierbei können Aussagen über die punktuelle
Hirnaktivität und Verteilung dieser Störungen sowie auch
die allgemeine Hirnaktivität gewonnen werden, wobei
zusätzlich auch wichtige Hinweise über den Wachzustand
bzw. die Aktivität des Gehirns oder auch im Schlaf
gewonnen werden kann, z. B. mittels der Bestimmung von
Schlafstadien, wobei im Extremfall bei schweren
Krankheitsbildern auch die sog. Hirntodbestimmung (z. B.
vor Organtransplantationen) zwingend mit dem EEG
durchgeführt werden muss im Sinne eines
Null-Linien-EEG’s, d. h. in diesem Fall sind keine
Gehirnströme mehr messbar.
Dies dokumentiert,
dass beim wachen oder schlafenden Patienten sehr
gezielte Aussagen über die Stoffwechselaktivität des
Gehirns gewonnen werden können.
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Durchführung: |
Um die Gehirnströme
aufzeichnen zu können, werden dem Patienten rund 20
Elektroden, einzeln oder bereits fixiert in einer Haube
gleichmäßig auf die Kopfhaut platziert. Anschließend
erfolgt eine Ableitung mit geschlossenen und offenen
Augen, mit normalem oder vertieftem Atmen, wobei
zusätzlich noch bestimmte Verfahren wie eine
Flickerlichtstimulation im Sinne eines Reizverfahrens
(Provokationsverfahren) eingesetzt werden kann.
Eine
Routine-EEG-Ableitung dauert zwischen 10-20 Minuten. Die
EEG-Ableitung ist ungefährlich, schmerzlos und beliebig
oft wiederholbar und kann beim wachen,
bewusstseinsgestörten oder auch schlafenden Patienten
durchgeführt werden und ist auch schon bei kleinen
Kindern anwendbar. |
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